Vinyasa Yoga: Darum ist Power Yoga 2020 so beliebt

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Yoga Stil
Vinyasa Yoga
Vinyasa Yoga ist 2020 so beliebt wie kein anderer Yoga Stil. Hier erfährst du alles über das Power Yoga und die besten Übungen für Anfänger.

Der auch unter dem Namen Power Yoga bekannte Vinyasa Yoga-Stil verbindet Bewegungen und Atmen fließend miteinander. Als fordernder Yoga-Stil bringt er eine Art Bewegungsmeditation in Gang, die mit der Atmung synchronisiert. Der Schwerpunkt des Vinyasa Yogas besteht in der fließenden Bewegungsabfolge der Asanas. Einzelne Asanas werden daher lediglich kurz gehalten, um im energetischen Fluss zu bleiben.

Definition und Bedeutung des Vinyasa Yogas

Der aus dem Sanskrit stammende Begriff lässt sich auf unterschiedliche Weise übersetzen. Die Silbe „Vi“ deutet auf eine bestimmte Art und Weise hin. „Nyasa“ bedeutet übersetzt in etwa „stellen“, „anordnen“ oder „legen“. Sinngemäß bedeutet Vinyasa Yoga sich auf eine bestimmte Art und Weise in eine neue Position zu begeben.

Das Vinyasa Yoga orientiert sich stark an den Asanas des Hatha-Yogas, da es sich daraus entwickelte. Im Unterschied zum Hatha-Yoga sind die Übungen allerdings dynamischer und bewusst auf synchronisiertes Atmen und Bewegen ausgerichtet.

Wirkungsweise des Vinyasa Yogas

Diese dynamische Yoga-Variante verbessert das Ausdauerverhalten und fördert die Konzentration auf die Bewegungsabfolge und die eigene Atmung. Gleichzeitig verankert diese dynamische Bewegungsmeditation den Körper im „Hier-und-Jetzt-Zustand“. Oftmals regt Vinyasa Yoga den Körper auch dazu an, kreativ zu werden. Es gibt keine starren, festgelegten Bewegungsabläufe, sodass diese Yoga-Praxis immer neue Impulse setzt.

Die stetige Energiearbeit, welche der Körper im Vinyasa-Yoga freisetzt, löst emotionale und körperliche Blockaden auf. Dieser Yoga-Stil hilft außerdem dabei, die Muskeln zu lockern und Kraftreserven aufzubauen. Neben diesen physischen Aspekten lehrt Vinyasa Yoga vor allem, geduldig zu sein und den eigenen Körper mitsamt seiner Makel akzeptieren zu lernen.

Atmung als zentrales Element im Vinyasa Yoga

Die Brücke zwischen Geist und Körper schlägt im Vinyasa Yoga die Atmung. Sie ist ein Ankerpunkt, der dabei hilft, Mediation und Bewegung in Einklang zu bringen. Als zentrales Element dient hierbei die an ein Meeresrauschen erinnernde Ujjayi-Atmung.

Vinyasa Yoga für Zuhause

Diesen Yoga-Stil kannst du problemlos Zuhause praktizieren. Du benötigst neben einer Yogamatte und bequemer Kleidung einen ausreichend großen Raum, in dem du dich frei und fließend bewegen kannst. Da Vinyasa Yoga auf dem langsameren Hatha-Yoga aufbaut, ist dieser Stil eher für Fortgeschrittene geeignet. Du kannst Vinyasa-Yoga aber auch praktizieren, wenn du gedanklich schwer abschalten kannst und dynamische, kraftvolle Übungen liebst.

Welche Übungen dich beim Vinyasa Yoga erwarten

Eine klassische Vinyasa-Yogastunde besteht aus meditativen Atemübungen, einer Aufwärmphase, dem Flow und der Schlussentspannung im Savasana. Abhängig vom Lehrer weichen die Übungen voneinander ab; eine feste Abfolge gibt es hierbei nicht. Zu den beliebtesten Übungen des Vinyasa-Flows gehört der Sonnengruß.

Beispiel für das Vinyasa-Flow: Der Sonnengruß

Der Sonnengruß ist eine sehr beliebte, dynamische Abfolge im Vinyasa-Yoga. Die Abfolge des Sonnengrußes ist folgendermaßen aufgebaut:

  1. Der Sonnengruß beginnt im aufrechten Stand mit der Berghaltung. Die Füße stehen hüftbreit auseinander und sind fest in den Boden gedrückt. Die Wirbelsäule steht in einer geraden Position, die Arme zeigen nach unten, die Hände sind leicht geöffnet.
  2. Mit der nächsten Einatmung hebt sich der Körper in den Heraufschauenden Baum. Die gestreckten Arme zeigen seitlich nach oben, der Blick richtet sich auf die eigenen Daumen.
  3. Aus dem Herabschauenden Baum geht es in die halbe Vorbeuge, der Oberkörper zeigt nach unten. Die Handflächen zeigen neben die Füße, die Knie können leicht gebeugt sein.
  4. Mit der nächsten Einatmung hebt sich der Blick, der Rücken wird langgestreckt. Die Hände bleiben am Boden.
  5. Aus der Vorbeuge mit gestrecktem Rücken erfolgt der untere Stütz, bei der Füße bis Kopf eine gerade Linie bilden. Der blick ist nach unten gerichtet, ehe der Körper zum Boden absinkt.
  6. Mit unter den Schultern abgelegten Händen hebt sich der Oberkörper ohne Armkraft zur Kobra an.
  7. Anschließend drückt sich der Körper in umgekehrter V-Form in den Herabschauenden Hund. Nach fünf Atemzügen lassen sich beide Füße nacheinander zwischen die Hände setzen. Der Körper wird erneut nach vorn in die Vorbeuge mit geradem Rücken gestreckt.
  8. Der nach unten gerichtete Blick zeigt die ganze Vorbeuge an, wobei der Oberkörper geöffnet bleibt, ohne in sich „zusammenzusacken“.
  9. Mit leicht gebeugten Beinen kehrt der Körper in den aufrechten Stand zurück und erhebt sich mit nach oben gestreckten Armen zum Heraufschauenden Baum.
  10. Der letzte Schritt besteht darin, mit vor der Brust zusammengefalteten Handflächen in die ursprüngliche Berghaltung zurückzukehren.